Zwischen Job, Kindern und Beziehung: Wann wird’s zu viel?

In vielen Beziehungen ist es nicht der große Streit oder die eine schmerzhafte Verletzung, die zur Krise führen. Viel häufiger ist es ein schleichender Prozess. Man entfernt sich, fühlt sich nicht mehr gesehen, redet aneinander vorbei. Oft finden wir die Ursache dafür gar nicht in der Beziehung selbst, sondern im ganz normalen Alltagsstress.

Als Paarberaterin sehe ich immer wieder: Stress verändert Beziehungen – oft, ohne dass wir es merken. Man spricht in der Forschung vom sogenannten Spillover-Effekt. Das bedeutet: Belastungen, die eigentlich von außen kommen – z. B. durch den Job, aber auch durch Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen, einen Umzug oder die Doppelbelastung durch Familie und Beruf – wirken sich auch auf unsere Beziehung aus.

Denn Stress macht etwas mit uns:
      Wir werden reizbarer, ungeduldiger.
      Wir sehen eher das, was fehlt, als das, was da ist.
      Wir nehmen das Positive zwar wahr, geben ihm aber weniger Gewicht, als dem Negativen.

Die hier beschrieben Muster kennen viele aus dem eigenen Alltag. Wir sind angespannt und verlieren schnell die Fassung, alles am anderen nervt und das können die paar schönen gemeinsamen Momente am Wochenende oder im Urlaub auch nicht aufwiegen.

Man spricht hier von einem dunklen Filter, der unsere Wahrnehmung beeinflusst. Statt durch die rosarote Brille sehen wir den anderen dann durch eben diesen. Und statt auf der 7. Wolke zu schweben, fühlt sich der Boden der Realität noch härter an, als er tatsächlich ist.

Viele Paare, die eine Beziehungskrise durchleben berichten außerdem, dass normale Gespräche auf Augenhöhe kaum noch möglich sind. Jedes Wort wird auf die Waagschalte gelegt und ein Missverständnis jagt das nächste. Denn neben den bereits beschriebenen Auswirkungen, wirkt sich Stress auch negativ auf unsere Kommunikation aus. Er führt zu Rückzug, Vorwürfen oder einem ständigen Aneinander-vorbei-Reden.

Und jetzt? Müssen wir uns trennen?

Nein. Denn die gute Nachricht ist:
Diese Dynamiken sind veränderbar – wenn wir sie erkennen.

In der Beratung geht es genau darum:
   •   Stressmuster sichtbar zu machen
      Typische Reaktionsweisen zu verstehen
   •   Wieder ins Gespräch zu kommen – ohne Schuldzuweisungen
      Neue Wege zu erproben, wie man als Paar mit Belastungen umgehen kann

Wenn wir verstehen, was Stress mit uns macht, können wir uns auch bewusster dafür entscheiden, anders zu reagieren. Und genau da setze ich mit meiner Arbeit an. Denn Paarberatung bedeutet nicht, dass „etwas kaputt“ ist. Es bedeutet, dass man sich erlaubt, hinzuschauen, um sich selbst und einander wieder zu verstehen.

Auf diesem Weg begleite ich meine Klient:innen – mit Herz, Fachwissen und dem tiefen Vertrauen darauf, dass Veränderung möglich ist.

Herzlich,
Elisabeth Wedam

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Kontaktdaten
Mag. Elisabeth Wedam
Staatlich geprüfte psychosoziale Beraterin
Online Paarberatung & Beziehungscoaching, Supervision
Email: office@elisabethwedam.com 
Web: www.elisabethwedam.com